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Familienaufzucht

Unsere Philosophie der Familienaufzucht

 

Die ersten 8-10 Wochen im Leben unserer Border

 

Die Welpen werden geboren.

 

Die Mutter braucht zur Geburt in ersten Linie Ruhe. Bisher waren alle meine Hündinnen froh wenn ich sie damit nicht allein gelassen habe.

So rede ich der werdenden Mutter gut zu oder helfe auch schon mal beim Auspacken und Abnabeln der Welpen.

 

Danach sorge ich für ein sauberes Welpenlager und kontrolliere die Atmung, das Gewicht und das Geschlecht der Neugeborenen.

 

Ich informiere den Zuchtwart über die Geburt der Welpen. Dieser wird in den nächsten Tagen zu uns kommen und den Wurf in Augenschein nehmen. Die Wurfmeldung geht dann zum Klub für Terrier.

 

Ich kontrolliere täglich das Gewicht und die Vitalität jedes einzelnen Welpen. Somit gewöhnen sich die Babys vom ersten Tag daran angefasst zu werden und erkennen mich an meinen Geruch. Ihr Tastsinn und ihr Geruchssinn sind für sie überlebenswichtig. Denn nur so können sie ihre Nahrung an den Zitzen ihrer Mutter finden.

 

Die Welpen werden vorsichtig und langsam aufgenommen. Keine schnellen Bewegungen und keine lauten Geräusche sollen sie verunsichern oder gar erschrecken.

 

Da die Welpen bei uns im Wohnzimmer sind, achte ich weiterhin auf Ruhe und halte die anderen Rudelmitglieder noch auf Abstand.

 

Bis zum 10. Lebenstag sind die Babys blind und taub. Dann öffnen sich die Augen und Ohren.

 

Ab dem Zeitpunkt, wo sie anfangen zu hören und zu sehen, bekommen sie immer mehr von unserem Familienleben mit.

 

Mit 2-3 Wochen fangen sie an Laufen zu lernen. Vorher sind sie kreisend voran gerobbt. Jetzt versuchen sie zu laufen indem sie ihren Körper hochstemmen. Das klappt anfangs noch nicht perfekt, so geht mal der Kopf mal nur der Popo hoch. Und sie fallen auch noch häufig

um.

 

Die Babys trainieren aber hart und innerhalb von ein paar Tagen sieht das Laufen schon recht gut aus.

 

Ab der 3. Lebenswoche lasse ich täglich eine Geräusche CD mit Glocken, Menschen im Bahnhof, Schulen, Autos Feuerwerk usw. laufen.

 

4. Lebenswoche

 

Langsam sehen sie aus wie Border und bewegen sich schon recht gut.

Sie können sogar schon „bellen“.

 

Sie lernen nach und nach alle Menschen und Tiere unserer Familie kennen und werden mehrmals am Tag auf den Arm genommen und gestreichelt und beschmust.

 

Nun kommen auch schon die ersten Besucher und die Babys sind voller Tatendrang. Zu fressen gibt es nun schon Welpenbrei und Rinderhack.

Sobald ich beginne den Welpen zur Muttermilch etwas dazu zu füttern

beginnt auch das Toilettentraining.

 

Morgens um 5 Uhr und abends um 24 Uhr, und zwischendurch natürlich auch, gehen die Welpen nach draußen um sich zu lösen (auch bei schlechtem Wetter). Wenn das Wetter es zulässt sind die Babys jetzt auch stundenweise im Garten.

 

Bin ich auch draußen, spielen sie frei und erkunden den großen Garten und die hier lebenden Tiere wie Pferde, Ziegen, Schafe, Hühner, die anderen erwachsenen Hunde und unsere Katzen. Sie lernen verschiedene Untergründe kennen, das Bällebad, Wasser, Regen, viele Klettermöglichkeiten und tolle Verstecke.

 

Habe ich im Haus zu tun sind sie draußen in einem gesicherten Gehege.

Abends geht es aber immer wieder ins Wohnzimmer zurück. Dies ist eine wirklich spannende Zeit. Ich lerne die verschiedenen Charaktere der Babys immer besser kennen (vom Großmaul bis zum Gänseblümchen).

 

5. Lebenswoche

 

Die Bande lernt Kommandos wie „komm“, „nein“ und ihre Namen.

 

6. Lebenswoche

 

Ab der 6. Woche lernen sie das Autofahren. Täglich nehme ich sie mit, wenn ich meine Kinder vom Bus hole (5-8 Min.).

 

Stundenweise bekommen sie nun auch Halsbänder um.

Die Bänder nehme ich aber nach 1-2 Stunden immer wieder ab.

Auch meine erwachsenen Hunde tragen nur auf den Spaziergängen ein Halsband oder Geschirr.

 

Die Babys haben in ihrem Stubenauslauf zur Nacht Schlafboxen stehen. Anfangs schlafen sie wie sie wollen. Nach und nach schlafen sie zuerst zu dritt, dann zu zweit und eine Woche bevor sie umziehen schläft jeder in seiner Box, mit seinem Kuscheltier.

 

Zum Ende der 6. Woche besuchen wir im Rudel unseren Tierarzt. Natürliche nur zum Gucken und Leckerchen abholen. Jeder darf einmal auf den Behandlungstisch und wird dann reich belohnt.

 

7.-8. Lebenswoche

 

Alles wird im Spiel geübt und als Verhalten verfestigt.

Der Border ist ein sehr selbstbewusster Hund. Und so kann es sein dass so ein kleiner Rabauke uns Menschen mal sagen will „Das will ich nicht, und schon gar nicht jetzt“.

 

Er knurrt und packt eventuell auch um sich.

Nicht erschrecken, das ist keine Bestie. Er sagt mit seinen Möglichkeiten dass er eine andere Vorstellung von dem hat was er jetzt tun möchte.

Wir sind nun gefordert ihm angemessen zu entgegnen.

Ruhig und konsequent sagen wir ihm, dass wie dieses Verhalten nicht akzeptieren.

 

„LASS DAS!“ oder „NEIN!“. Das wären mögliche Kommandos.

Danach drehen wir uns weg und beachten ihn nicht mehr.

Wichtig ist, dass allen Beteiligten klar ist, dies ist kein Spiel.

 

Also – konsequent und ernst bleiben.

 

Nicht ungehalten oder laut und niemals nachtragend sein.

 

Wichtig ist es richtiges Verhalten durch Lob zu fördern.

 

Sie merken, es geht schon um die Erziehung unseres neuen Familienmitgliedes.

 

Die richtige Erziehung von Anfang an erspart viel, viel Zeit für die Korrektur.

 

8. Lebenswoche

 

Die Welpen besuchen nochmals den Tierarzt. Dieses Mal bekommen sie die ersten Impfungen und werden gechipt.

 

Ein paar Tage später kommt der Zuchtwart nochmals und sieht sich jeden Welpen ganz genau an.

 

Er überprüft den Chip und dokumentiert alles genauestens für den

Zuchtverband. Für Border-Terrier ist das der Klub für Terrier.

 

Dann können die Welpen umziehen in ihr neues Rudel.

Nun schläft jeder Welpe in seiner Box mit seinem Teddy. Diese Höhle zieht mit ihm um und gibt dem Hund Sicherheit.

 

Auch wenn ich bei jedem einzelnen der kleinen Welpenpersönlichkeiten traurig bin wenn sie gehen, so weiß ich doch, dass ich eine so intensive Betreuung und Förderung wie es ein jeder Hund benötigt, nicht leisten kann.

 

Ich habe mir alle Welpenkäufer genauestens angesehen und mehrfach mit ihnen gesprochen. Ihnen wurde von mir klar gemacht welche Verantwortung sie mit einem Welpen übernehmen. Erst wenn ich davon überzeugt bin dass alles passt und stimmig ist, bin ich mit dem Umzug einverstanden.

 

Zum Abschied bekommt jedes Baby noch einen Speiseplan und Futter für die ersten 14 Tage mit auf den Weg. Eine eventuelle Umstellung des Futters sollte erst nach der Eingewöhnungszeit des Welpen geschehen.

 

Auf die Rückmeldungen der neuen Besitzer freue ich mich immer besonders. Zu hören die Babys sind gut angekommen, untersuchen schon alles und sind in ein paar Tagen schon fast ZUHAUSE.

 

Wenn die jungen Hunde dann das erste Mal getrimmt werden müssen

übernehme ich das gern und beim ersten Mal auch kostenlos. Den neuen Besitzern erkläre ich dann wie getrimmt wird und worauf sie zu achten haben.

 

Ich hoffe Sie haben einen kleinen Einblick in die ersten 8-10 Wochen

eines Welpen bekommen.

 

Mein Tipp zum Schluss:

 

Bevor Sie sich einen jungen Hund ins Haus holen, der Sie 15 Jahre ihres Lebens begleitet, schauen Sie sich vorher genau an wie gut der Welpe sozialisiert ist.